(gufi). Über einen regen Zuspruch konnte sich die DJK Salz bei ihrer diesjährigen Hauptversammlung freuen. Nicht weniger als 88 Mitglieder fanden am Samstagabend den Weg ins Sportheim am Hirtshorn, um unter anderem auch die Neuwahlen der Vorstandschaft durchzuführen.

Zunächst standen eine kurze Begrüßung mit Totengedenken und das Grußwort von Bürgermeister Martin Schmitt auf dem Programm. Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich dabei „stolz einen so großen und funktionierenden Verein in der Mitte“ der Ortsgemeinschaft zu haben. Schließlich sei es für die Bevölkerung wichtig, auf ein vielfältiges Betätigungsangebot außerhalb der Berufswelt zu stoßen.

Im Rahmen des Vorstandsberichtes ging Moderator Martin Hein zunächst auf die Aktivitäten im vergangenen Kalenderjahr ein. Angefangen von einem „rundum gelungen(en)“U9-BSJ-Hallenturnier über die Faschingsaktivitäten und die Skifreizeit sowie Jugend-Pfingstzeltlager, Fitnesslauf im Rahmen des Rhön-Grabfeld-Cup, Saale-Musicum und Ferien-Programm bis hin zum Seminar des DJK-Diözesanverbandes Würzburg für Großvereine sowie den Adventsmarkt zum Jahresende. Hierbei fanden auch der Preisgewinn beim Wettbewerb „Sterne des Sports“ sowie die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „DJK for Youth“ Erwähnung, welche man erst als zweiter Verein in ganz Bayern erhielt. Auch das löbliche Engagement zahlreicher Helfer wurde in diesem Zusammenhang gewürdigt.

Bei der Mitgliederstatistik (aktuell 948 Mitglieder) fiel das „traditionelle Loch“ im Alter von 14 bis 40 Jahre auf. Es seien derzeit 31 Gruppen in den Bereichen Fußball, Gymnastik/Turnen, Karate, Leichtathletik und Volleyball mit 39 Trainern/Betreuern aktiv. Heuer gebe es neben den bewährten Aktivitäten wie nicht zuletzt einem neuerlichen EM-Biergarten auch eine „besondere Geschichte“. Schließlich werde auch die bereits seit 29 Jahren bestehende Krabbelgruppe unter der Leitung von Monika Iffert ins DJK-Vereinsleben integriert. Zudem habe man das Großprojekt „Sanierung und Erweiterung der Dusch- und Umkleideräume im Sportheim“ mit einem kalkulierten Investitionsvolumen von 120.000,00 Euro ins Visier genommen.

Für die Jugendleitung stellte deren neue Vorsitzende Johanna Rothaug („ich kenne hier auch nicht alle“) in sympathischer Weise zunächst einmal „ihre“ Mannschaft vor. Beim Pfingst-Zeltlager mit vorwiegend weiblicher Beteiligung habe man zwar aufgrund des doch einigermaßen durchwachsenen Wetters mitunter auch improvisieren müssen. Es sei unter dem Strich jedoch ebenso gelungen gewesen wie das Ferienprogramms. Bei diesem habe man die Schulabschluss-Party sowie den Bastelnachmittag aufgrund entsprechender Nachfrage sogar gleich doppelt angeboten. Es existiere nun auch wieder ein sechsköpfiges „Junior-Team“, welches Betreuern unterstützend zur Seite steht. Dadurch werden die Jugendlichen an spätere Führungsaufgaben herangeführt. Überhaupt verfüge man über „viele fleißige Hände“, auf die man auch beim bevorstehenden (30.) Jubiläums-Zeltlager wieder baue.

Aus dem Wirtschaftsbereich vermeldete Heiko Müller ein „ruhiges, stabiles Jahr“. Unter Berücksichtigung der Schülerbetreuung sowie der SKY-Fernsehtage habe man zwischenzeitlich 580 Veranstaltungen im Jahr. Die Hähnchen-Donnerstage mündeten 2015 in der „unglaubliche(n) Zahl“ von 1.504 verkauften halben Hähnchen. Für 2017 habe man sich nicht zuletzt auf die Fahnen geschrieben, den Fasching wiederzubeleben, dessen diesjährige Absage auch die Rhönklub-Jugend stark getroffen habe.

Die Berichte des Sportbereiches wurden von „König Fußball“ eröffnet. Jugendleiter André Kriesche ließ die Anwesenden u.a. wissen, dass die sportliche Verantwortung im Herrenbereich ab der kommenden Saison von Hans-Jürgen Birki als Nachfolger des zum Rundenende ausscheidenden René Wilbert übernommen werde. Die „Alten Herren“ hätten ihre beiden Freundschaftsspiele im Kalenderjahr 2015 gewonnen. Ein Highlight sei auch die Riccione-Fahrt gewesen. Alleine 30 begeisterte Kinder habe man im U9/U7-Bereich, während der Nachwuchs nach oben hin „ausdünne“. Daher werde man ab der kommenden Saison auch eine feste Spielgemeinschaft im Jugendbereich mit der DJK Mühlbach gründen, was gleichermaßen für die 2. Mannschaft gelte.

Für die Gymnastik-/Turnabteilung hatte Silke Hein diverse Schaubilder zum Aufbau dieser Abteilung mitgebracht. Eine „ganz große Hilfe“ sei die engagierte FSJ’lerin Katharina Bott. Nicht zuletzt im „Kinderturnclub“ (Turnzwerge, Purzelturnen, Kinderturnen), in dem es „sehr lebhaft“ zugehe und der vor allem bei den Kleinsten auch zahlreiche Mamas und Papas zum Mitmachen animiere. Im Mittelpunkt stünden durchwegs „Spaß und Freude an der gemeinsamen Bewegung“. Besonders aktiv aus dem Übungsleiter-Stab sei Astrid Limpert, die sich bei ihren diversen Sportangeboten (Fitnesstraining, Flexibar, Step-Aerobic, Skigymnastik, Sommer-Special „E-Bike meets Bicycle“) gewiss auch noch über den ein oder anderen männlichen Teilnehmer mehr freuen würde. Es ginge darum, Begeisterung für Sport und Miteinander zu wecken, was man an rund 250 Tagen im Jahr tue.

Die verhinderte „Chefetage“ der Karate-Abteilung ließ von Claudia Müller einen weiteren Mitgliederschwund zum Ende des vergangenen Kalenderjahres vermelden. Durch das ersatzlos eingestellte Kindertraining sei die Jugend verloren gegangen. Dankbar sei man für die montägige Trainingsmöglichkeit in Bad Neustadt. Zur Wiederbelebung der Aktivitäten im Nachwuchsbereich habe man zwischenzeitlich einen Schnupperkurs angeboten.

Volleyball-Abteilungsleiter Klaus Rüster ging auf die drei Leistungsgruppen im Frauen- und Jugendbereich sowie die „gemischte“ Freizeitgruppe ein, welche sich erfreulicherweise stabilisiere. Nach dreijähriger Abstinenz sei man seit vergangenem Herbst wieder mit einem Damen-Team im Punktspielbetrieb vertreten. Unter der Leitung von Timo Völkl mache das Wettkampf-Team kontinuierliche Fortschritte, wobei man auch entsprechendes Lob für sein Engagement im Schiedsrichterwesen erhielt. Die Verantwortlichen denken hier für die Zukunft auch über eine „abteilungsübergreifende“ Zusammenarbeit und andere Aktionen zur Steigerung der Abteilungs-Attraktivität nach.

Im Leichtathletik-Bereich (Laufgruppe, Nordic Walking, Kinderlaufgruppe, Kinderleichtathletik, Männer 50+) blickte Abteilungsleiterin Claudia Müller auf stabile Teilnehmerzahlen zurück. Neue Gesichter seien jedoch stets willkommen. Auch in spielerischer Form werde an die Grundfertigkeiten im Leichtathletik-Bereich herangeführt, wobei man – zumindest momentan – kein probates Angebot für Kinder über 12 Jahren bereithalte. Die „Oldies“ um Roland Werling hätten bei einer äußerst erfolgreichen Sportabzeichen-Teilnahme auch die Geselligkeit, u.a. mit einem Allgäu-Ausflug und einer Besichtigung des Eisenacher Opel-Werkes, ausgiebig gepflegt. Schlussendlich rührte Müller auch noch kräftig die Werbetrommel fürs Ehrenamt, nachdem sie zum Jahresende selbst ausscheide.

Mit „trockenen sachlichen Zahlen“ wartete Kassier Ewald Vulter auf. Die finanzielle Situation des Vereins stellte sich aufgrund der mitgeteilten Zahlen als solide dar. Für das Haushaltsjahr 2015 wurde entsprechend dem Vorschlag der Kassenprüfer anschließend die gesamte Vorstandschaft entlastet. Der Kassenprüfbericht wurde dabei für die verhinderten Kassenprüfer Karl-Heinz Suhl und Martin Limpert von Bürgermeister Martin Schmitt vorgetragen, den Namenskollege Martin Hein zur Erheiterung des Publikums hier mit den Worten „Martin ans Telefon“ zur Berichterstattung ans Mikro bat.

Hanno Fink überreicht den Scheck der Stiftung an die DJK

„Was lange währt, wird endlich gut“ präsentierte Siegfried Müller im Rahmen der Stiftungs-Ausschüttung anschließend das Design des angedachten Stifter-Baums. Dieser stehe kurz vor seiner Fertigstellung, wobei für der Baum noch freie Blätter für potentielle Stifter/Spender habe. Von Stiftungs-Vorstand Hanno Fink wurde vermeldet, dass sich die Zinserträge weiterhin in höchst überschaubarem Rahmen halten und das Grundstock-Vermögen auf 57.890 Euro angewachsen sei. Zur laufenden Förderung des DJK-Sportbetriebes wurden wieder 1.000,00 für die Jugendarbeit in den Bereichen Fußball, Volleyball und Turnen ausgeschüttet.

Anschließend erfolgte insbesondere auch zur Aufrechterhaltung eines qualitativ hochwertigen Sportangebots durch eine adäquate Entlohnung der Übungsleiter eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge, die sich nunmehr zwischen 40,00 Euro (Kinder, Schüler, Studenten etc.) und 150,00 Euro (Familienbeitrag) pro Jahr bewegen. Das reguläre erwachsene Einzelmitglied zahlt nunmehr 75,00 Euro.

Bei der Einstimmung auf die Neuwahlen würdigte Martin Hein vor allem das Engagement der ausscheidenden Astrid Limpert, deren Wert für den Verein „eigentlich nicht in Worte zu fassen“ sei. Einfacher war da schon die Implementierung zweier neuer Vorstandspositionen in der Satzung. Diese Änderung erfolgte, nachdem man im Vorfeld der Veranstaltung erfolgreich frisches Blut für die Vereinsarbeit begeistern konnte. Dadurch ist man künftig noch professioneller aufgestellt.

Neues Führungstrio (v.l.): Norbert Schmidt, Heiko Müller, Michael Hein

Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Heiko Müller zum alleinigen 1. Vorsitzenden gewählt. Bei insgesamt lediglich zwei Gegenstimmen wurde darüber hinaus das Vertrauen ausgesprochen: Stellvertretende Vorsitzende: Norbert Schmitt (auch Seniorenbeauftragter) und Michael Hein, Kassier: Ewald Vulter, Schriftführerin: Claudia Müller, stellvertretender Schriftführer/Mitgliederverwaltung: Michael Wellstein, Öffentlichkeitsarbeit: Gunther Fink, Marketing/Kommunikation: Michaela Freitag, Sponsoring-Beauftragter: Andreas Prell, Beisitzer: Michael Liebaug, Martin Hein, Harald Becher, Axel Hein, Kassenprüfer: Karl-Heinz Suhl und Martin Limpert, Stiftungsrat: Siegfried Müller und Carolin Gensler.

Bestätigt wurden in ihren Ämtern gleichzeitig Pfarrer Tobias Fuchs (geistlicher Beirat), Johanna Rothaug und Sebastian Gründl (Vorsitzende Jugendleitung), der Ältestenrat, die Fußball-Abteilungsleitung (Volker Straub und Melissa Straub), André Kriesche und Kevin Prell (Jugendfußball), Klaus Rüster (Volleyball), Rainer Becker (Karate).

Bis zum Ende hatte sich der geistliche Beirat Tobias Fuchs seine Ansprache aufgespart. Auch wenn es manchem etwas seltsam vorkomme, sei der DJK-Spotverbund als katholische Vereinigung gegründet worden. Die Kirchengemeinde sei dankbar für das Engagement des örtlichen Sportvereins, bei dem es sich wohl um die zweitgrößte Vereinigung in Salz handeln würde – hinter der rund 1.800 Personen starken katholischen Pfarrei. Man müsse „Vergelt‘s Gott“ sagen und eine gesegnete Karwoche wünschen – „nachdem ich die meisten morgen wohl eher nicht in der Kirche sehen werde“.

Karin Müller vom DJK-Kreisverband wünschte anschließend ebenfalls noch „viel Schaffenskraft“, um zugleich auf die diesjährige DJK-Wallfahrt am 3. Oktober in Windheim hinzuweisen. Die Schlussworte blieben schließlich Vereinsoberhaupt Heiko Müller vorbehalten, der versprach: „Ich will, dass Verein vorwärts kommt.“ Zugleich bedankte sich Müller bei seinen bisherigen Mitstreitern im Vorstand, Harald Becher und Martin Hein, sowie auch dem langjährigen Fußball-Abteilungsleiter Volker Straub und der Abteilungsleiterin Turnen Astrid Limpert.