Volleyball Damen DJK Salz
Saison: 2018/2019
Liga: Relegation Kreisliga Ost Unterfranken
Spieltag: Relegation - Salz
Datum; 06.04.2019

Alice Hilfer drückt dem Spiel wieder mal ihren Stempel auf
Alice Hilfer drückt dem Spiel wieder mal ihren Stempel auf

Die Volleyballdamen der DJK Salz bieten in der Relegation um den Aufstieg vor fantastischer Zuschauerkulisse ein emotionales Drama in zwei Akten

Wer sich sicher gewesen sein sollte, schon alles erlebt zu haben in Sachen Dramatik und Hochspannung im Sport, der hätte sich am vergangenen Samstag bei der Relegation um den Aufstieg in die Kreisliga Ost Unterfranken persönlich am Hirtshorn vom Gegenteil überzeugen lassen können. Wieder zauberten über 100 Zuschauer am Hirtshorn eine Wahnsinnskulisse und feuerten alles aus sich heraus, was ihre Kehlen hergaben. Sie erlebten unglaubliche Spannungsmomente. Die Ausgangslage war eindeutig: Wer heute beide Spiele gewinnt, steigt auf.

DJK Salz – TG Höchberg    3:2 (25:19, 20:25, 13:25, 25:16, 18:16)

Man kann dieses Spiel sehr einfach zusammenfassen: 110 Zuschauer, 120 Dezibel und nach 130 Minuten unglaublicher Jubel nach vier abgewehrten Matchbällen.
„Gegen Höchberg sind in dieser Saison alle Spiele sehr eng gewesen... aber so eng...“, versuchte Trainer Thimo Völkel den emotionalen Hype seiner Damenmannschaft abzuschütteln. Man kann die Beschreibung dieses Spiel auf den entscheidenden Tiebreak minimieren. Ständig wechselten die Vorzeichen: Sicher geglaubte Führung, dann wieder Rückstand, kurz vor dem Aus. Bei 12:14 nahm Alice Hilfe das Heft in die Hand und platzierte entgegen des Trends an diesem Tag drei Angaben hintereinander im gegnerischen Feld. Bei 16:16 tat Juliana Haub ihr dies gleich und setzte beim 17:16 den Schlusspunkt eines wahnsinnig intensiven Spiels.

DJK Salz – TSV Aschach    1:3 (17:25, 25:12, 20:25, 25:27)

Wer allerdings glaubte, dass es das war mit Emotionalität und Dramatik, wurde nun Zeuge eines unfassbaren Dramas nach 105 Minuten. „Leider konnten wir heute gegen einen sehr machbaren Gegner nicht annähernd unser gesamtes Potential abrufen.“, haderte Trainer Völkel ein wenig mit dem Schicksal. „Wenn Du für so einen Tag bei fast 4 Stunden Spielzeit nur zwei Mittelblocker zur Verfügung hast und sich dann einer der beiden am Ende noch verletzt, wird es schwierig.“ Der Kreisligist aus Aschach spulte sein Pensum ab. Salz hielt mit viel jugendlicher Begeisterung dagegen. Satz eins war eine Gewöhnungsphase an die andere Spielweise. In Satz zwei sah man das Riesenpotential der DJK. Punkt für Punkt wurde erspielt und am Ende standen sechs Aschacher Damen auf dem Spielfeld und wussten nicht wie sie diese Angriffsmaschine stoppen sollten... mussten sie nicht. Das taten die Sälzerinnen selbst. Die Parallelität zu Spiel eins erfolgte in Satz vier. Aschach spielte konstant, Salz nicht. Bis zu 24:19 glaubten alle an die Wiederholung des Drehbuchs von Spiel eins.... Es sollte anders kommen. Bis zu diesem Spielstand übten vor allem die Außenangreifer viel Druck auf den Gegner aus. Beim Satzball wurde dann eine von gesamt 25 Angaben an diesem Tag verschlagen. Es folgten zwei ausgeschlagene Angriffsbälle und ein simpler Annahmefehler. Der sicher geglaubte Tiebreak entschwand. Aschach holte sich mit dem zweiten Matchball den Ligaplatz in der Kreisliga zurück. „Ein bestürzendes und auch unverdientes Ende einer tollen Saison.“, beschreibt Völkel das jähe Ende des Tages.

 

Nun bleibt der DJK Salz bis Ende Mai die Hoffnung, dass sie als Zweitplatzierte den Weg in die Kreisliga dennoch antreten dürfen. In den vergangenen Jahren wurden i.d.R. die Zweit- und sogar Drittplatzierten einer Relegation regelmäßig in die oberen Ligen ergänzt wenn in Bayern Mannschaften aufhörten, Spielgemeinschaften bildeten oder Ligen in der Anzahl der Mannschaften ergänzt oder ausgeglichen wurden.

Die DJK Salz agierte mit:
Belma Asceric, Alexa Bartenstein, Larissa Beganovic, Ana Francic, Juliana Haub, Ana Kostadinovic, Lea Hein, Alice Hilfer, Cornelia Leeb, Annelie Ofenhitzer und Hannah Sitzmann